computer reparatur Marbella Spanien

Internet im ganzen Haus, Integration von Ipad und Flatscreen

von  

Verbesserung Ihres Heimnetz

Ihr  Netz macht Probleme ?

HD-Videos und immer mehr vernetzte Geräte fressen Bandbreite. Doch neue Standards für WLAN und Powerline können dem Heimnetz Beine machen.

Heimnetzwerk modernisieren!

Es reicht nicht mehr, dass alle Geräte miteinander sprechen –  es muss schneller gehen!

Das beginnt beim schnellen Internetanschluss und hört beim gleichzeitigen Streamen mehrerer Full-HD-Videos auf Ihre Flatscreens nicht auf. Zum Aufbau Ihres Hochgeschwindigkeits-Heimnetzes kommen drei Techniken in Frage: Gigabit-WLAN (802.11ac), 500-MBit-Powerline oder die richtige Verkabelung mit Gigabit-LAN.

 

Wer braucht so viel Bandbreite?
Zwei große Trends im Heimnetz lösen den Hunger nach Bandbreite aus: Zum einen wird das lokale Netzwerk immer größer. Wo früher höchstens PC und Notebook verbunden waren, tummeln sich jetzt Smartphone, Tablet, Fernseher, Blu-ray-Player, Spielekonsole und NAS. Alle diese Geräte müssen sich die Netzwerk-Bandbreite teilen. Und es werden immer mehr: In Deutschland soll es 2016 pro Kopf 5,5 vernetzte Geräte geben, derzeit sind es 2,9. Außerdem werden nicht mehr nur E-Mails und Webseiten per Router im Heimnetz verteilt, sondern vor allem Videos – je höher aufgelöst, desto mehr Bandbreite benötigen sie (siehe Tabelle). 2016 sollen Videos 63 Prozent des gesamten Internetverkehrs ausmachen.

Netzwerktechnik im Tempovergleich
Hohe Datenraten sind kein Problem – möchte man meinen, wenn man einen Blick auf die Hersteller-Angaben wirft: Aktuelle 11n-WLAN-Router versprechen bis zu 900 MBit/s, neue 11ac-Router sogar 1,75 GBit/s. Das Kabelnetzwerk lockt mit Gigabit-Tempo, und selbst Powerline wartet bei aktuellen Geräten mit 500 MBit/s auf. Doch: Vergessen Sie diese Angaben am besten gleich wieder: Sie beziehen sich auf die maximale physikalische Datenrate einer Netzwerktechnik. Mit den tatsächlich übertragenen Nutzdaten hat das nichts zu tun. Denn in einem Netzwerk-Datenpaket stecken daneben auch Protokolldaten, die die Übertragung steuern. Die theoretische Datenrate wird außerdem in der Praxis auch deshalb nie erreicht, weil kein Transfer völlig ungestört abläuft: Die Geräte müssen etwa Datenpakete erneut senden oder länger auf die Bestätigung des Empfängers warten – entsprechend weniger tatsächliche Nutzdaten können sie übertragen.

In der Praxis ist daher die Netzwerktechnik am schnellsten, die sich am wenigsten stören lässt –das Kabelnetzwerk: Je nach Größe des Datenpakets liefert ein Gigabit-LAN zwischen 750 und 950 MBit/s – und zwar immer und mit hoher Reichweite: Die Kabellänge zwischen zwei Netzwerkstationen kann maximal 100 Meter betragen. Dagegen leidet WLAN unter vielen Störungen: Wände, Möbel und Personen lenken die Funkwellen ab oder schwächen sie. Wenn andere WLANs auf den gleichen Kanälen wie das eigene funken, sinkt die Signalqualität ebenfalls.

Gigabit-LAN

750 - 950 MBit/s

zuverlässig

sicher

preiswert

Schnellste Wlan

180-230 MBit/s

unzuverlässig

Teilweise sicher

teuer

Powerline

100-150

zuverlässig

Weitgehend sicher

mittelpreisig

 

 

Aktuelle 11ac-Router wie der Netgear R6300 oder die Buffalo Airstation 1750 schaffen unter guten Bedingungen rund 230 MBit/s: Dabei übertragen sie simultan auf den zwei Frequenzen 2,4 und 5 GHz (Dual-Band-Betrieb). Das Tempoplus gegenüber schnellen 11n-Routern fällt in der Praxis mager aus: Auch diese wie beispielsweise der Netgear WNDR4500 schaffen im Dual-Band-Betrieb rund 180 MBit/s. Ältere 11n-Router, die nur auf 2,4 GHz übertragen, erreichen lediglich rund 70 bis 80 MBit/s. Der Tempovorteil kommt also vor allem durch den Umstieg auf das relativ störungsfreie 5-GHz-Band. Dort können die WLAN-Geräte breitere Funkkanäle mit 40 (11n) beziehungsweise 80 MHz (11ac) nutzen und entsprechend mehr Daten transportieren. Außerdem übertragen die 11ac- und die 11n-Router bis zu drei Datenströme (Spatial Streams) gleichzeitig über unterschiedliche Antennen – viele Hersteller verdeutlichen dies durch die Angabe 3x3. Ältere oder sehr günstige Geräte unterstützen dagegen maximal zwei oder gar nur einen Spatial Stream (2x2 beziehungsweise 1x1).

Problematisch war es bei WLAN bisher immer, wenn Sie mehrere Stockwerke per Funk vernetzen wollten oder eine große Wohnung. Auch hier ist der Umstieg auf die 5-GHz-Frequenz die Lösung: Zwar bedeutet eine höhere Funkfrequenz an sich weniger Reichweite. Doch weil das 2,4-GHz-Band so überlaufen ist, mindern die vielen Störsignale auch die Reichweite der Router: In der Praxis erhalten Sie daher bei einer Entfernung von rund 40 Metern über 5 GHz bei einem aktuellen 11n-Router (3x3) Datenraten von 30 bis 50 MBit/s, während bei 2,4 GHz in diesem Fall meist nur 10 bis 30 MBit/s drin sind – für zuverlässiges Full-HD-Streaming reicht das nicht mehr aus. Noch mehr Tempo über 5 GHz machen 11ac-Router: Im Test schafften die ersten Geräte rund 100 MBit/s über 40 Meter – sie profitieren besonders von den breiten 80-MHz-Funkkanälen, die der neue Standard bietet. Bei 2,4 GHz leiden sie aber unter den gleichen Problemen wie 11n-Router: Daher liegt auch ihr Tempo ähnlich niedrig.

Auch Powerline ist störanfällig: Bei dieser Technik werden Datensignale über Trägerfrequenzen auf die Stromleitung moduliert. Die Übertragung kann beispielsweise durch andere Geräte im Stromnetz behindert werden: Besonders die Elektromotoren eines Föns oder Staubsaugers oder schlecht gefilterte Netzteile eines Akkuladegeräts oder einer elektrischen Zahnbürste drücken die Powerline-Datenrate. Außerdem hängt das Transfertempo von der Qualität und der Länge der Stromleitung ab und davon, ob die verbundenen Powerline-Adapter über dieselbe Phase übertragen. Unter guten Bedingungen erreichen aktuelle Powerline-Adapter rund 150 MBit/s: Das gilt für die Übertragung innerhalb eines Zimmers und ohne Störeinflüsse. Bei einer längeren Distanz kann die Transferrate auf rund 100 MBit/s sinken – wenn Sie darauf achten, dass keine störenden Geräte im Stromnetz aktiv sind. Sonst geht es auf 40 bis 60 MBit/s herunter.

Einrichtung und Sicherheit

Am besten per Kabel
Ein schnelles Heimnetzwerk aufzubauen geht mit WLAN am einfachsten. Für Powerline liegen die notwendigen Stromkabel schon in jeder Wohnung. Nur für ein Gigabit-LAN müssen Sie die Strippen neu ziehen – außer Sie haben bei einem Neubau an passende Kabelschächte gedacht. Die Sicherheit spricht dagegen eindeutig fürs Kabel: Denn in Ihr Heimnetz kann nur jemand einbrechen, der Zugriff aufs Übertragungsmedium hat – bei Netzwerkkabeln ist das praktisch unmöglich. Daher müssen Sie LAN-Übertragungen nicht verschlüsseln.

Anders sieht es bei Powerline aus. Theoretisch ließe sich zwar das Hochfrequenzsignal in unmittelbarer Nähe von der Stromleitung abgreifen. Konkreter ist aber die Gefahr, wenn auch Ihr Nachbar Powerline nutzt: Ein Stromzähler beispielsweise dämpft zwar das Powerline-Signal, verhindert aber nicht, dass es in eine anderen Wohnung übertragen wird. Da fast alle Powerline-Adapter, die dem Homeplug-Standard entsprechen, ab Werk mit dem gleichen Netzkennwort (Network Encryption Key) ausgeliefert werden, bekommt der Nachbar mit demselben Standard-Passwort den Datenverkehr Ihres Netzwerks mit. Derzeit liefert nur AVM seine Powerline-Adapter individuell verschlüsselt aus.

Versehen Sie deshalb Ihr Netzwerk mit einem eigenen Passwort – wie das funktioniert, steht im Handbuch des Adapters. Meist müssen Sie einen Taster am Gerät für einige Sekunden gedrückt halten: Der Adapter wählt dann ein Zufallskennwort. Die anderen Adapter im Netzwerk übernehmen es, wenn Sie deren Taster innerhalb einer gewissen Zeitspanne betätigen. Die Hersteller liefern auch eine Windows-Software mit, mit der Sie die Verschlüsselung erledigen können.

Die größte Einbruchsgefahr für das Heimnetzwerk stellt WLAN dar – daran ändert sich auch mit dem neuen Standard 802.11ac nichts: Wohin sich die Funkwellen ausbreiten, können Sie nicht kontrollieren – ein Netzwerk-Eindringling kann sich einfach in der Nebenwohnung oder vor dem Haus platzieren. Deshalb ist die Verschlüsselung des Funknetzwerks ein Muss – und zwar mit dem derzeit hinreichend sicheren Verfahren WPA2. Wenn möglich, sollten Sie im Router nicht die Einstellung WPA/WPA2 oder WPA2-AES/TKIP wählen: Die sicherste Variante ist WPA2, die die Verschlüsselung per AES vorschreibt – die übrigens im Gegensatz zu TKIP auch die Transferrate nicht reduziert. Wählen Sie ein möglichst langes individuelles Passwort, das in keinem Wörterbuch zu finden ist und mindestens 20 Zeichen enthält – idealerweise eine Mischung aus Ziffern sowie kleinen und großen Buchstaben.

 

Das Kennwort darf maximal 63 Zeichen lang sein – auf Sonderzeichen verzichten Sie besser, denn nicht alle Router verstehen sie. Auch wenn der Router ab Werk mit einer sicheren Verschlüsselung ausgeliefert wird, sollten Sie ein eigenes Passwort setzen. Die einfachste Methode, um ein WLAN zu sichern ist WPS: Per Wi-Fi Protected Setup können Sie ein neues WLAN-Gerät per PIN-Eingabe oder Knopfdruck sicher ins Funknetzwerk bringen. Allerdings bietet die WPS-PIN-Methode ein Einfallstor für Hacker: Sie sollten sie daher im Router deaktivieren, wenn möglich. Bei vielen Geräten können Sie allerdings WPS nur komplett abschalten – was Sie dann auch tun sollten. Einige Router-Hersteller bieten Firmware-Updates an, die die WPS-Lücke schließen.

Kosten der Netzwerktechnik und Fazit

So viel kostet aktuelle Netzwerktechnik
Bei jedem Internettarif bekommen Sie einen kostenlosen oder vergünstigten WLAN-Router. Als Basis für ein schnelles Heimnetz dienen sie jedoch nicht unbedingt: Denn häufig unterstützen sie nur die überlaufene 2,4-GHz-Frequenz. Oder sie arbeiten nur mit 2x2-Datenströmen. Für ein schnelles WLAN-Heimnetz sollten Sie sich daher einen 3x3-Router nach dem 11n-Standard gönnen: Zum Beispiel den Netgear WNDR4500 für rund 115 Euro oder den Linksys E4200 für rund 100 Euro. Noch schneller im 5-GHz-Band sind die Router nach dem neuesten WLAN-Standard 802.11ac: Der Netgear R6300 oder der Asus RT-AC66U kosten beispielsweise 170 Euro. Doch nicht nur der Router muss schnell sein, wenn die Daten flott per Funk übertragen werden sollen: Auch Netzwerkgeräte wie PC, Notebook, Tablet und NAS sollten das schnelle 11n- oder 11ac-WLAN unterstützen, denn nur wenn die beteiligten Geräte den gleichen Standard unterstützen, erreichen sie das beste Tempo.

Allerdings müssen sie nicht alle über die 5-GHz-Frequenz funken. Darüber schließen Sie nur Geräte an, die eine hohe Bandbreite benötigen: Sinnvoll ist das zum Beispiel, um per WLAN Videos vom NAS oder dem PC über die Spielekonsole oder den Blu-ray-Player auf den Fernseher zu streamen. Die Wohnzimmergeräte schließen Sie dazu per Ethernet-Kabel an eine sogenannte WLAN Media Bridge an wie beispielsweise die Trendnet TEW-680MB (rund 90 Euro). Auch für 11ac gibt es schon WLAN-Bridges, zum Beispiel die Buffalo WLI-H4-D1300 (rund 130 Euro). In Notebooks, Tablets oder Smartphones finden Sie dagegen fast immer WLAN-Module, die nur 2,4 GHz können: Ausnahmen sind die iPads von Apple oder das Samsung Galaxy S3. Ihr Notebook beherrscht 5 GHz, wenn im Geräte-Manager unter Netzwerk-Adapter beispielsweise Centrino Wireless-N 6230 oder 6235 steht. Andernfalls rüsten Sie 5 GHz mit einem Dual-Band-USB-WLAN-Stick nach, den Sie für rund 40 Euro bekommen. 11ac-Sticks gibt es noch kaum: Netgear bietet den A6200 für 80 Euro an.

Für Powerline und Kabel-LAN ist ein Router mit Gigabit-Switch wichtig, sonst bremst er das Heimnetz aus. Wie bei WLAN gilt: Für hohes Tempo müssen alle Netzwerkgeräte denselben Standard unterstützen. Beim Kabel-LAN müssen also alle Switches Gigabit-Tempo bieten ebenso wie die Netzwerkschnittstellen von PC, NAS und Notebook. Das ist aber bei allen halbwegs aktuellen Geräten der Fall: Nur besonders günstige Notebooks oder Netbooks arbeiten mit Fast-Ethernet (100 MBit/s). Außerdem benötigen Sie passende LAN-Kabel – für Gigabit-Ethernet müssen es Netzwerkstrippen der Kategorie Cat5 oder Cat6 sein. Kostenpunkt: Ab 5 Euro für 10 Meter.

Bei Powerline können Sie Adapter mit unterschiedlicher Geschwindigkeit mischen (500 und 200 MBit/s). Schließen Sie nur Geräte an einen 500-MBit/s-Adapter an, die das hohe Tempo brauchen – etwa NAS und PC. Mit einem eigenen Kennwort trennen Sie dann das schnelle Netzwerk vom langsamen. Allerdings teilen sich alle Adapter das Übertragungsmedium, in diesem Fall die Stromleitung: Übertragen beide Netzwerke gleichzeitig Daten, sinkt daher überall das Tempo. Ein Paar aktueller 500-MBit/s-Adapter kostet zwischen 45 und 90 Euro, ein Powerline-Pärchen mit integrierter Steckdose rund 30 bis 40 Euro mehr.

Fazit: Die Mischung macht’s
WLAN und Powerline holen mit den neuen Standards beim Tempo auf. Doch weiterhin ist Gigabit-LAN die schnellste und günstigste Netzwerktechnik – außerdem die sicherste. Der Installationsaufwand ist aber sehr hoch. Hier punkten WLAN und Powerline. Bei WLAN müssen Sie für hohe Geschwindigkeit unbedingt auf die 5-GHz-Frequenz setzen: Nur hier spielen aktuelle 11n- und vor allem 11ac-Router ihre Stärken aus. So lange Sie bei WLAN und Powerline über kurze Distanzen übertragen und Störungen vermeiden, reicht das Tempo der neuen Standards locker für mehrere HD-Video-Ströme aus.

Statt WLAN durch die ganze Wohnung funken zu lassen, sollten Sie es dahin bringen, wo Sie es benötigen – zum Beispiel ins Wohnzimmer, wo Sie mit Smartphone oder Tablet surfen.Dafür bauen Sie ein Kabel- oder Powerline-Netzwerk bis ins Wohnzimmer auf und schließen daran einen WLAN-Access-Point an. Dafür genügt ein älterer oder langsamerer 11n-Router, da das WLAN keine große Entfernung mehr überwinden muss. Am besten setzen Sie dort auf Kabel, wo es sich ohne großen Aufwand verlegen lässt und Sie uneingeschränktes Tempo benötigen – zum Beispiel beim Datenaustausch zwischen PC und NAS. Powerline ist die beste Alternative zu Kabel, um größere Distanzen zu überwinden, zum Beispiel zwischen Etagen. Oder Sie binden damit Wohnzimmergeräte ins Netzwerk ein, die nur über LAN-, aber keinen WLAN-Anschluss verfügen.

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